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Frühlingsgefühle im bunten Leibchen

Wenn sich im Frühjahr bei Temperaturen über 15,5° unversehens die Berliner Cafés und Parks mit Sonnenbrillenträgern in kurzen Hosen füllen, kommt es im Berliner Umland zu Ansammlungen ganz anderer Art. An exponierten Tankstellen entlang der Ausfallstraßen scharen sich in orange Leibchen gekleidete Zweiradfahrer um ihre stollenbereiften Maschinen, um bei der ersten Ausfahrt des Jahres gemeinsam den Staub von ihren Sitzbänken – und den Kalk aus ihren Gelenken zu pusten. Wenn irgendwann auch der letzte 2-Takter sprichwörtlich aus dem tiefen Winterschlaf getreten wurde, folgt die Gruppe munter knatternd einem Vorreiter durch Wald und Wiesen, um sich für ein paar Stunden gegenseitig Sand, Matsch und schlagende Äste um die Ohren zu dreschen.

 

Das manch einer unter Umständen besser damit bedient gewesen wäre, den Tag in vorgenannten Cafés und Parks zu verbringen, stellt sich spätestens dann heraus, wenn die anfängliche Vorsicht gewichen und durch die wiedererwachte Gier nach fliegendem Schotter und wilden Drifts ersetzt ist. Denn genau dann stellen sich jene Momente der Unaufmerksamkeit ein, die aus dem Vorder- und Hinterrad im Handumdrehen eine Spalt-Tablette machen können.


Diese Spuren stammen von einer völlig deplatziert wirkenden Betonplatte entlang eines einsamen Waldweges, die ich – mit Tempo 60 nur geringfügig zu schnell – überraschend unter die entfesselten Stollen nehmen musste. Die kleinen Unzulänglichkeiten des einzig anderen Dickschifffahrers waren im Vergleich dazu deutlich leichter auszubügeln:

 

ToDo-Liste für nächste Woche:
Termin beim Felgendoktor machen.

One Thought on “Frühlingsgefühle im bunten Leibchen

  1. Autsch! Viel Erfolg beim Felgendoc.

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