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DIY GoPro-Halterung für Endurohelme

Mit doppelseitigen Klebepads und diversem Zubehör kann man heute ziemlich einfach Action-Kameras an den meisten Helmen montieren; üblicherweise seitlich oder oben drauf. Weil dieser Tele-Tubbie-Look aber nicht jedem gefällt und der Fahrtwind das Ganze darüberhinaus bei schnellerer Fahrt auch ständig zur Seite drückt, empfiehlt sich noch eine andere Montageposition: Vorn in der Mitte, am Kinnschutz des Helmes. Bei Braincaps und Jethelmen geht das natürlich nicht (aber wer sowas trägt, hat sich von seiner unteren Gesichtshälfte ohnehin schon verabschiedet).

Etwas komplizierter ist die mittige Anbringung allerdings bei Enduro- oder Crosshelmen. Die dort spitzer als bei Integralhelmen zulaufende Kinnpartie erschwert die zentrierte Kameraposition. Zudem gibt es angesichts zahlreicher Belüftungsgitter und Wulste oft keine ebene Klebefläche für die ca. 4x3cm messenden GoPro-Klebepads.

Der Hersteller selbst bietet sonst zwar fast jedes erdenklich Zubehörteil für seine Kameras, leider nicht für diese Nische. Wer die Problematik googelt, findet zwar reichlich Lösungen für Integral-, aber nichts für Endurohelme. Am besten hat mir noch ein gewölbter Arm von AGHB gefallen. Aber auch damit hat man am Ende wieder einen Hebel mehr, der rumwackelt.

Wer seinen Helm nicht wie ich (hier bei meinem alten Tour-X2) einfach anbohren will, um ein Gopro-Scharnier zu befestigen, der muss beim Kleben bleiben. Fündig wurde ich ausnahmsweise mal nicht im Baumarkt, sondern in der Maker-Welt. Die Internetseite Thingiverse sammelt und bietet benutzerproduzierte, digitale Design-Daten an. Dort gibt es Zigtausende Vorlagen für 3D-Drucker und andere Produktionsgeräte. Und eben auch Special-Interest-Sachen wie GoPro-Halterungen für Kinnmontage bei Crosshelmen. In der engeren Auswahl hatte ich diese hier und diese hier.

Mein Freund Tammo vom DO!LAB hat mir das Ganze dann in Schwarz und Weiß ausgedruckt. Das Tolle an dem Material ist, dass man es vorsichtig mit einem Fön dann noch individuell an das eigene Helmmodell anpassen kann. Das habe ich gemacht und jetzt sitzt es wie eine Eins! Danke Tammo! Bester Mann!

Eine schlanke und leichte Lösung mit nur einem Gelenk – perfekt. Bei der Kameraposition gefällt mir dabei auch der Blickwinkel. Man sieht nämlich nicht nur die abstrakt vorbeiziehende Landschaft, sondern auch die Bewegungen des Lenkers/Motorrades. Zudem kann man bei einem Skeleton-Kameragehäuse auch sehr gut Kommentare direkt in die Aufnahme sprechen.

Hier mal ein Testlauf auf dem Weg zur Arbeit:

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