Category Archives: Marokko 2011

Teil 7: Getrennte Wege

  Drei Tage lang geniessen wir den Komfort unserer Kasbah. Der Pool, die bequemen Betten oder einfach nur ein Tisch mit vier Stühlen sind eine willkommene Abwechslung zum staubigen Campinggeschäft. Im speziellen wissen wir den Komfort einer persönlichen Toilette zu schätzen; auch ich bin mittlerweile unter die Lackierer gegangen, nicht so schlimm wie die anderen, Continue Reading →

Teil 6: Wo aus Männern Kinder werden

Das Gefühl, mit dem Motorrad durch die Wüste zu pflügen, ist un-be-schreib-lich. Navigation unnötig. Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist die Gerade. Ein Mal sandstrahlen bitte! Binäre Gasstellung, Position ON Ich versuche mich als Kameltreiber. Darum sind wir hier! Hoppla! Binäre Gasstellung, Position OFF Sebastian hat sein Motorrad irgendwo im Sand verloren. Nun muss Continue Reading →

Teil 5: Wüste Begeisterung

Die blauen Quellen von Meski sind glasklar und haben ihren Namen nicht vom Wasser, sondern von den Nomaden, die hier früher Stoffe gefärbt haben. Die indigoblaue Farbe ist in ihrer Bekleidung auch heutzutage noch häufig anzutreffen, besonders gern beim Kopftuch, dem Aleshu. Die Quelle selbst entspringt direkt neben dem Campingplatz und fliesst durch ein großes Continue Reading →

Teil 4: Mitten durch den Mittleren Atlas

Am nächsten Morgen lassen wir uns wie die Lemuren von den ersten Sonnenstrahlen wärmen. Die vergangene Nacht war die bisher frischeste, und sollte es bis zum Ende der Reise zum Glück auch bleiben. Neben den steifen Knochen wird ein halbwegs zügiger Aufbruch auch dadurch erschwert, dass die Hälfte von uns einen ausgewachsenen Kater hat. Schuld Continue Reading →

Teil 3: Verhandlungssache

Als mich Frühaufsteher Pierre am nächsten Morgen weckt, ist die Geisterbahn der letzten Nacht nur noch eine unscharfe Erinnerung an stockfinstere Strassen und wenige Pausen. Zwei zerknitterte Red Bull-Dosen liegen als stumme Zeugen leer in meinem Tankrucksack, die letzten 50 Kilometer bis Fès müssen wir in einer Art Trance auf Autopilot zurück gelegt haben. Vor Continue Reading →

Teil 2: Ein wilder Ritt durchs Rif

Am nächsten Morgen weckt uns Afrika mit einer leichten Brise bei strahlendem Sonnenschein. Die Wiege der Menschheit versucht offenbar nach Kräften ihren ersten Eindruck wieder gut zu machen. Schon in der Nacht war aus der Ferne beruhigendes Meeresrauschen zu hören, das sich heute als Brandung des Atlantik entpuppt, der direkt hinter der Lehmmauer unseres Campingplatzes Continue Reading →

Teil 1: Al-maghrib, Inschallah!

Nachdem ich mir bei meinem Freund Behrang jahrelang den Mund fusselig geredet hatte, er solle doch sein Geld nicht weiter in pummeligen, italienischen Rollern verbrennen und sich lieber ein richtiges Motorrad kaufen, hat es dieses Jahr endlich geklappt. Behrang hat sich eine Yamaha Tenere gekauft, das neue Modell, und war somit endlich für die von Continue Reading →